Ob Gesundheit, Steuern oder Bildung: Trotz ihrer optimistischen Prognose von 3,7 Prozent Wachstum in diesem Jahr sehen die Wirtschaftsweisen großen Reformbedarf - und kritisieren die Regierung deutlich: Die Koalition ernte "jetzt die Früchte der Reformpolitik der vorherigen Regierungen", tue aber selbst zu wenig. mehr
3,7 Prozent Wachstum in diesem Jahr, 2,2 Prozent im nächsten: Mit dieser Prognose übertreffen die Wirtschaftsweisen alle anderen bisherigen Prognosen. Die Wirtschaftsforscher rechnen auch für die Folgejahre mit einem stabilen Wachstum. Sie warnen jedoch vor raschen Steuersenkungen und vor "überzogenen Lohnsteigerungen". mehr
Beim Thema Deutschland ist die britische Presse gerne auf Klischees fixiert. Doch derzeit gibt es ganz andere Töne: Grund ist die Wirtschaft, die in Deutschland brummt, in anderen Staaten aber eher schwächelt. "Sie lassen Großbritannien hinter sich", schreibt die "Times". Und auch sonst gibt es viel Lob. mehr
Fünf Jahre dauern die Beitrittsverhandlungen zwischen der EU und der Türkei bereits an. In den strittigen Fragen gibt es jedoch laut einem Zwischenbericht der EU-Kommission trotz Reformen kaum Fortschritte. Die Menschenrechte würden zu wenig geschützt, und auch im Zypern-Konflikt sei keine Annäherung in Sicht. mehr
Der G20-Gipfel in Seoul wird überschattet vom Währungsstreit zwischen China und den USA. Washington wirft Peking seit Jahren vor, die Landeswährung Yuan künstlich zu verbilligen, was China vehement zurückweist. Die Gipfel-Organisatoren glauben dennoch an einen Erfolg. mehr
Wer erhält EU-Agrarsubventionen? Bisher wurden die Namen der Subventionsempfänger im Internet veröffentlicht. Doch damit ist nun vorläufig Schluss: Der EuGH entschied, eine Veröffentlichung der Namen und der erhaltenen Summen verstoße in der jetzigen Form gegen den Datenschutz. mehr
Viele US-Hausbesitzer hatten bereits aufgeatmet - es war ihnen gelungen, neue Kreditverträge mit niedrigeren Zinsen zu vereinbaren. Das Haus schien gerettet, das Schlimmste überstanden. Und plötzlich kündigte die Bank dennoch die Zwangsräumung an. mehr
Der US-Anleihenversicherer Ambac hat nach großen Verlusten in Folge der Finanzkrise Insolvenz angemeldet. Der Antrag auf Gläubigerschutz wurde bei einem Insolvenzgericht in New York eingereicht. Demnach hat Ambac Verbindlichkeiten in Höhe von 1,68 Milliarden US-Dollar. mehr
Die EU-Innenminister haben sich für eine Verschärfung der Luftfrachtkontrollen ausgesprochen. So sollen bei Flughäfen außerhalb der EU neue Sicherheitsstandards definiert werden. Verkehrskommissar Kallas warnte aber vor Panikmache. mehr
Nach der Paketbombenserie der vergangenen Woche will sich Bundesinnenminister de Maizière bei seinen EU-Kollegen für bessere Kontrollen einsetzen. Noch in diesem Jahr soll ein Fünf-Punkte-Plan diskutiert und verabschiedet werden. Höhere Kosten seien kein Argument, so der Minister. mehr
Bosnier und Albaner dürfen künftig ohne Visum in die EU einreisen. Das haben die Innenminister einstimmig beschlossen. Voraussetzung ist aber, dass sie einen biometrischen Pass haben und nicht länger als 90 Tage bleiben. Die Grenzöffnung soll noch vor Weihnachten in Kraft treten. mehr
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat der größten Reform seiner Geschichte zugestimmt. Schwellenländer haben jetzt mehr Mitspracherecht, während die Industriestaaten an Macht abgaben. China löst dabei Deutschland als Nummer drei unter den Anteilseignern des IWF mit seinen 187 Mitgliedern ab. mehr
Deutsche Banken müssen beim Weiterverkauf von Kreditforderungen künftig ein höheres Eigenrisiko tragen. Nach dem Bundestag billigte auch der Bundesrat die Bankenrichtlinie. Zudem stimmte der Bundesrat über die Nachfolge von Ex-Bundesbankvorstand Sarrazin ab. mehr
Die Serie von Paketbomben hat die EU aufgeschreckt. Sicherheitsexperten haben heute in Brüssel über schärfere Kontrollen von Luftfracht beraten. Verkehrskommissar Kallas sagte, der Schwerpunkt müsse auf risikoreichen Ländern und unbekannten Frachtunternehmen liegen. mehr
In Brüssel wird für die Zukunft der WestLB schwarz gesehen. EU-Kommissar Almunia sagte, nach den gescheiterterten Fusionsgesprächen mit der BayernLB nehme die Möglichkeit für eine Schließung der angeschlagenen Landesbank zu. Die Bundesregierung erwartet dagegen keinen Zusammenbruch. mehr
Erstmals seit drei Jahren ist die Zahl überschuldeter Erwachsener wieder gestiegen. 2010 zählte die Wirtschaftsauskunftei Creditreform rund 6,5 Millionen Erwachsene, die ihre Schulden nicht zurückzahlen können - 300.000 mehr als 2009. Vor allem Frauen und junge Erwachsene geraten in die Schuldenfalle. mehr
Die Entscheidung der US-Notenbank in den heimischen Markt Milliarden von Dollar zu pumpen, stößt in Deutschland auf Kritik. Wirtschaftsforscher bezweifelten die Wirkung auf die US-Wirtschaft. Auch Wirtschaftsminister Brüderle sagte: "Ich sehe das mit Sorge." mehr
Der Zusammenschluss der Landesbanken WestLB und BayernLB ist vom Tisch. Die BayernLB entschied sich für ein Ende der Fusionsgespräche, da die wirtschaftlichen Vorteile in "keinem hinreichend ausgewogenen Verhältnis" stünden. Bayerns Wirtschaftsminister Zeil lobte die Entscheidung. mehr
Die US-Notenbank will im Kampf gegen hohe Arbeitslosigkeit und zähe Wirtschaftserholung wieder den Geldhahn aufdrehen. Sie will bis Mitte des kommendes Jahres weitere Staatsanleihen für 600 Milliarden Dollar kaufen und damit indirekt Bankenkredite für Firmen und Bürger verbilligen. Der Leitzins bleibt unverändert. mehr
Das Hollywood-Studio MGM ist unter seiner Schuldenlast zusammengebrochen. Metro-Goldwyn-Mayer stellte vor einem Gericht in Manhattan einen Insolvenzantrag. Nach den Hoffnungen der Studiobosse soll dies jedoch nicht das Ende bedeuten, sondern den Weg für einen Neuanfang freimachen. mehr
Die Wirtschaft der Industriestaaten kommt nach Einschätzung der OECD langsamer als erhofft aus der Krise. Das Wachstum habe sich im Laufe des Jahres etwas abgeschwächt. Die Organsitaion forderte die Staaten zum Schuldenabbau und die Notenbanken zur langsamen Abkehr von niedrigen Zinsen auf. mehr
Bei den US-Kongresswahlen geht es für Präsident Obama darum, ob er weiterhin eine parlamentarische Mehrheit hat und seine Reformpolitik fortsetzen kann. Sollte er nur in einer der beiden Kammern verlieren, braucht er für jedes Gesetz die Zustimmung der Republikaner. In der Mitte seiner Amtszeit steht Obama möglicherweise vor herben Verlusten. tagesschau.de präsentiert Hintergründe zum Urnengang. mehr
Die Zeitschriftenverlage melden eine leichte Erholung, die aber den Einbruch des Vorjahres nicht ausgleicht. Der Verband VDZ geht für 2010 und 2011 von einem Umsatzplus von je einem Prozent aus - 2009 hatte es ein Minus von zehn Prozent gegeben. Immer mehr Umsatz verlagert sich in den Bereich Online. mehr
Insgesamt mehr als 180 Milliarden Dollar Staatsgelder retteten den US-Versicherungskonzern AIG vor der Pleite - nun zahlt er einen zweistelligen Milliardenbetrag zurück. Das Geld stammt aus dem Verkauf zweier Töchter. Doch von einer vollständigen Rückzahlung ist der Konzern immer noch weit entfernt. mehr
Angesichts des eskalierenden Streits um eine neue Mülldeponie in der Nähe von Neapel hat die EU-Kommission der italienischen Regierung mit rechtlichen Schritten gedroht. Die Maßnahmen der Behörden in Italien seien ungenügend, hieß es aus Brüssel. Die EU werde daher Experten entsenden. mehr
Die deutsche Industrie wird in diesem Jahr voraussichtlich mehr als doppelt so stark wachsen wie die gesamte Volkswirtschaft. Laut Deutschem Institut für Wirtschaftsforschung wird das Plus der Industrie bei acht Prozent liegen - allerdings war dieser Sektor im vergangenen Jahr auch besonders stark eingebrochen. mehr
Die Krisenbank Hypo Real Estate (HRE) hat ihre Schrottpapiere in eine Bad Bank ausgelagert - dabei entstand die größte Finanzmüllkippe der Republik. Angesichts eines Abwertungswettlaufs großer Volkswirtschaften mehren sich die Warnungen vor einem Währungskrieg. mehr
Der Euro soll sicherer, Schuldenmacher sollen härter bestraft werden - wie genau, bleibt unklar. EU-Ratspräsident van Rompuy sprach von "sehr begrenzten Änderungen". Forderungen nach automatischen Sanktionen hatte Kanzlerin Merkel schon vorab aufgegeben. "Scheitern auf Raten", kritisierte Oppositionschef Steinmeier. mehr
Angela Merkel kann sich freuen: Der Lissabon-Vertrag wird wohl so verändert, dass es einen permanenten Krisenmechanismus gibt. Das war ihre Forderung. Das mag auch an Merkels neuer Basta-Politik liegen. Die funktioniert - aber Vertrauen schafft sie nicht, meint Birgit Schmeitzner. mehr
Stimmrechtsentzug für Haushaltssünder? Diese Idee Kanzlerin Merkels finden die meisten EU-Regierungschefs inakzeptabel - daran hatten sie unmittelbar vor Auftakt des Brüsseler Gipfels keinen Zweifel gelassen. Andere Berliner Vorschläge scheinen chancenreicher. Das Pokern hat begonnen. mehr
Die Staats- und Regierungschefs beraten darüber, wie sie die von ihnen selbst aufgestellten Stabilitätskriterien einhalten sollen - absurd, meint Rolf-Dieter Krause. Zumal Kanzlerin Merkel bei den wichtigsten Punkten längst eingeknickt sei. Wer Stabilität wolle, könne nicht mehr auf Berlin setzen - sondern nur noch aufs Europaparlament. mehr
Kanzlerin Merkel geht mit einer gewagten Position nach Brüssel: Auf Druck von Frankreich ließ Merkel ihre Forderung nach automatischen Sanktionen gegen Defizitsünder fallen - zum Ärger einiger EU-Staaten. Nun setzt sie auf Änderungen am EU-Vertrag. mehr
Arbeitsministerin von der Leyen fand die Zahlen offenbar so gut, dass sie sie selbst verkünden wollte, statt auf die zuständige Arbeitsagentur zu warten. Die bestätigte nun heute die Zahlen, die die Ministerin schon mitgeteilt hatte: Die Zahl der Arbeitslosen liegt erstmals seit zwei Jahren unter drei Millionen. mehr
Vor dem EU-Gipfel hat die Kanzlerin den Druck auf die übrigen Mitgliedstaaten erhöht: Sie pochte noch einmal auf die Verschärfungen der EU-Verträge, um Währungskrisen zu verhindern. Ob sie sich durchsetzen kann, ist fraglich - beim heutigen Treffen werden harte Kontroversen erwartet. mehr
Eigentlich gibt die Arbeitsagentur erst morgen die Arbeitsmarktzahlen bekannt - doch da muss Arbeitsministerin von der Leyen im Parlament sein und kann nicht reagieren. Also verkündete die Ministerin die Zahlen für Oktober selbst: Die Zahl der registrierten Arbeitslosen liegt mit 2,945 Millionen auf dem niedrigsten Stand seit fast 20 Jahren. mehr
Sechs Monate Gnadenfrist statt sofortiger Sanktionen für Defizitsünder, Stimmrechtsentzug bei Dauerverstößen: Bundeskanzlerin Merkel hat die in Europa, aber auch innerhalb der Koalition umstrittene Einigung mit Frankreich verteidigt. Doch vor dem EU-Gipfel kündigte Luxemburg bereits Widerstand an. mehr
Union und FDP haben sich im Streit um die Steinkohlesubventionen geeinigt. Demnach soll die Förderung im Jahr 2018 auslaufen. Die EU-Kommission will jedoch einen Ausstieg aus den Kohlesubventionen bereits 2014. Kanzlerin Merkel soll nun die anderen EU-Staaten von dem deutschen Weg überzeugen. mehr
Die EU hat die Steinkohlesubventionen im Visier: Nach dem Willen der EU-Kommission sollen unrentable Steinkohlebergwerke spätestens im Oktober 2014 geschlossen werden. Der deutsche Kohlekompromiss - die Subventionierung bis 2018 - wäre hinfällig. Deutschland muss Verbündete finden, um den Vorschlag zu kippen. mehr
Nach den Bonuszahlungen an Banker in mit Staatsgeldern geretteten Instituten zieht die Koalition Konsequenzen. Nun sollen Gehälter aller Manager in staatlich gestützten Banken gedeckelt werden - bisher galt nur für Vorstände eine Obergrenze von 500.000 Euro. Doch Ausnahmen wird es weiterhin geben. mehr
Die Stimmung der Verbraucher ist weiter gut. Angesichts der positiven Arbeitsmarktzahlen rechnen erneut mehr Menschen als im Vormonat mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Entwicklung. Dass sie persönlich mehr Geld zur Verfügung haben werden, damit rechnen allerdings eher weniger Menschen. mehr
marktbericht
liveblog
Bilder