Für den russischen Präsidenten Putin stand ein Nachgeben im Geiseldrama von Beslan nach Ansicht des Russland-Experten Rahr nicht zur Debatte. Moskau hätte seine Position im Süden des Landes weiter geschwächt. Der Tschetschenien-Konflikt, so Rahr gegenüber tagesschau.de, wird zu einem Problem des ganzen Kaukasus.
Die russische Journalistin Jusik ist 23 Jahre alt, wie viele Schwarzen Witwen. Jusik wollte begreifen, was ihre Altersgefährtinnen dahin treibt, sich in die Luft zu sprengen. In Tschetschenien bekam sie Antworten. In "Die Bräute Allahs" erzählt sie davon. Zu kaufen gibt es das Buch in Russland nicht. Sabine Adler berichtet.
In Indonesien leben auf mehr als 13.000 Inseln über 210 Millionen Menschen, die über 360 Sprachen sprechen. Seit Jahrzehnten wird das Land von ethnischen und religiösen Konflikten geschüttelt.
Klaus Bednarz, ehemaliger Moderator des Magazins "Monitor", war ARD-Sonderkorrespondent im Studio New York. tagesschau.de sprach mit ihm über seine persönlichen Eindrücke von Manhattan - zwei Jahre nach dem Anschlag auf das World Trade Center.
Die Antwort auf diese Frage hat ihre Tücken. Eine erschöpfende oder gar verbindliche Definition gibt es nicht - und das hat nicht zuletzt völkerrechtliche Konsequenzen. Versuch einer Begriffsklärung.
Um 10.07 Uhr stürzt der südliche Turm des WTC in sich zusammen und reißt alle, die nicht vorher fliehen konnten, in den Tod. Dann stürzt ein weiteres Passagierflugzeug ab, diesmal über freiem Feld. Das Ziel war möglicherweise Camp David, der Landsitz des amerikanischen Präsidenten. In Washington ist inzwischen ein Teil des brennenden Pentagon eingestürzt. mehr
Die Attentäter haben wohl mehr Zerstörung angerichtet, als sie sich erträumen konnten, ihr Triumph ist total, die Supermacht USA bis aufs Blut gereizt. Die Mehrheit der Amerikaner ist für einen Militärschlag und Osama Bin Laden schnell der Hauptverdächtige. Der weist aber die Verantwortung zurück. mehr
Die Parteien scharen sich um ihren Präsidenten. Notwendige Mittel zum Kampf gegen den Terror wurden schnell bereit gestellt. Ales erste sicherten die NATO-Partner Unterstützung zu. mehr
"Die Arbeit aller soll den Menschen in Afrika zugute kommen, die dringend unserer Hilfe bedürfen", sagt Tagesthemen-Moderatorin Anne Will. Sie ist Botschafterin der Aktion "Gemeinsam für Afrika". Als Journalistin liegt ihr besonders daran, mehr Öffentlichkeit für die Probleme des Kontinents zu schaffen.
Als Botschafter der Aktion "Gemeinsam für Afrika" ruft Wolfgang Niedecken in diesem Jahr dazu auf, für Hilfsprojekte auf dem schwarzen Kontinent zu spenden. Zunächst aber machte sich der BAP-Sänger in Uganda sein eigenes Bild von der Lage. Zum Abschluss seiner Reise berichtete er tagesschau.de von seinen Erfahrungen.
Das Geiseldrama von Beslan hat den in Vergessenheit geratenen Tschetschenien-Konflikt wieder in Erinnerung gebracht. tagesschau.de sprach mit der tschetschenischen Menschenrechtlerin Lipkan Basajewa über die schwierige Lage des Landes im Schatten des Terrors.
Der Schah von Persien lädt die Vertreter der Weltpolitik ein, mit ihm zu feiern. Der Iran sei kein Entwicklungsland mehr, sondern ein ernstzunehmender Partner.¶ mehr
Die Krisenherde der Welt: Der Krieg zwischen Indien und Pakistan ist nur eine Verlagerung des Ost-West-Konflikts. Die Großmächte unterstützen die Kriegsparteien und treiben den Krieg damit voran. Der Nahe Osten bleibt weitgehend friedlich. Der Krieg in Vietnam dauert an.¶ mehr
Nach Einbruch der Dunkelheit solle er niemanden mehr ansprechen, hatte der nordkoreanische Aufpasser ARD-Korrespondent Mario Schmidt nahegelegt. Bei Nacht hätten die Leute in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang Angst. Schmidt hat sich nicht an die Regel gehalten - und Erstaunliches erlebt.
Nachdem Israels Premier Scharon die muslimischen Heiligtümer auf dem Tempelberg am 28. September 2000 in Begleitung von ein paar hundert israelischen Soldaten betrat, brach der zweite große palästinensische Aufstand aus: Die Al-Aksa-Intifada.
"Der Friedensprozess muss wieder aufgenommen werden", sagt Sumaya Farhat-Nasser im tagesschau.de-Interview. Die Menschenrechtlerin ist Professorin an der Universität Bir Zeit im Westjordanland. Sie glaubt, die palästinensische Gesellschaft sei reif für Veränderungen und plädiert für eine kollektive Führung.
Kerry hat seine Niederlage eingestanden, Bush gewinnt die US-Wahl. Der Bonner Politologe Christian Hacke schlägt Alarm: Der Texaner werde vom Rest der Welt womöglich eine noch rigidere Anpassung an die USA fordern. Bush sei nicht zu bremsen, warnt Hacke im Interview mit tagesschau.de.
Neben dem Irak-Kurs und dem Kampf gegen den Terrorismus war die Wirtschaft das dritte große Thema bei der US-Wahl 2004. Bush ging zum Beispiel mit Versprechen für höhere Ausgaben für Bildung und Sicherheit in den Wahlkampf. tagesschau.de befragte dazu Mark M. Zandi, er ist Chefökonom beim Fachmagazin economy.com.
Über die Zeit nach Arafat sprach tagesschau.de wenige Tage vor dem Tod des Palästinenser-Präsidenten mit Helga Baumgarten, Professorin für Politologie an der Universität Birzeit im Westjordanland. Ihrer Ansicht nach wird Israel durch Arafats Tod vor ebenso große Probleme gestellt wie die Palästinenser.
Der Wahlsieg von George W. Bush in der vergangenen Woche steht für eine Ära der republikanischen Herrschaft im Weißen Haus – so sehen das die Republikaner. Doch diese Ära wird bereits 2008 zu Ende gehen – diese Prognose stellt der US-Historiker Howard Zinn im Gespräch mit tagesschau.de.
Sicherheit darf nicht zum fixen Wahnbild werden, meint Wolfgang Huber, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland. Wer die Freiheit der Bürger dauerhaft einschränke, nehme dem Leben seine Substanz. Im Essay für tagesschau.de sagt Huber: "Für die nötige Sicherheit setzen wir uns ein, damit wir in Freiheit leben können".
Etwa 1,5 Milliarden Kilometer trennen uns Menschen vom zweitgrößten Planeten unseres Sonnensystems. Allzu viel wissen wir nicht über den geheimnisvollen Riesen - noch nicht, denn die "Cassini-Huygens"-Mission soll das ändern. Was bislang bekannt ist, hat tagesschau.de zusammengefasst.
Als militanter Arm der Fatah-Bewegung und damit als Teil von Präsident Abbas' PLO gelten die lose organisierten Al-Aksa-Brigaden. Sie entstanden im Zuge der so genannten Al-Aksa-Intifada und werden für mehrere Anschläge auf Israelis verantwortlich gemacht.
Zu den Palästinensergruppen, die immer wieder Selbstmordattentate in Israel verüben, zählt der Islamische Dschihad. Die fundamentalistische Gruppe besteht aus einer Vielzahl kleiner militanter Zellen. Ihre Attentäter feiert sie als Märtyrer im "Heiligen Krieg".
Sie wussten, dass jede Art von Widerstand ihren sofortigen Tod bedeutete - dennoch erhoben sich die Häftlinge in Auschwitz gegen ihre Peiniger. Am 7. Oktober 1944 kam es zur einzigen bewaffneten Revolte in dem Vernichtungslager. Der Aufstand konnte kein Menschenleben retten - doch er symbolisiert einen Rest von Menschenwürde in einer unmenschlichen Umgebung.
Obwohl Staatsgründer Kim Il-Sung bereits 1994 verstarb, reißt der Kult um seine Person in Nordkorea nicht ab. Zumindest unternimmt die Staatsführung unter Kim Jong-Il alles, um den Genossen nicht aus den Köpfen der Bevölkerung verschwinden zu lassen.
Seit heute gilt das Kyoto-Abkommen zur Verringerung des CO2-Ausstoßes. Klimaforscher fordern längst weitere Maßnahmen. Der Vorsitzende des Bundestags-Umweltausschusses, von Weizsäcker, forderte im Gespräch mit tageschau.de ein weiter reichendes Abkommen sowie Druck auf Politik und Wirtschaft.
Das Kyoto-Abkommen zum Klimaschutz ist in Kraft getreten. Die USA sind als größter Erzeuger von klimaschädlichen Gasen jedoch nicht unter den 141 Ländern, die das Protokoll unterstützen. Gerald Baars sprach dazu mit Robert Kennedy Jr., dem Umweltanwalt und Sohn des ermordeten früheren Justizministers.
Mit ehrgeizigen Plänen wird sich der US-Präsident heute vermutlich an eine staunende Öffentlichkeit wenden: Bush will offenbar Menschen zum Mond und von dort aus weiter zum Mars schicken. Wie realistisch sind solche Pläne? Was kommt auf die potenziellen Mars-Eroberer zu? tagesschau.de sprach darüber mit Sigmund Jähn, dem ersten Deutschen im All.
Datenschutz wird in Deutschland hoch geschätzt: In Schweden ist seit Jahrhunderten Öffentlichkeit oberstes Prinzip. Neben dem Einblick in offizielle Dokumente ermöglicht es einen Einblick in die Privatsphäre der Mitbürger und macht selbst vor elektronischer Korrespondenz der Politiker keinen Halt.
Lange Zeit war sie das entscheidene Instrument zur Messung von Erdbeben: Die Richterskala, benannt nach dem amerikanischen Seismologen Charles Richter. Heutzutage wird jedoch meist die Momenten-Magnituden-Skala verwendet, die bei stärkeren Beben genauere Werte erzielt. mehr
Eingeschlossen in die Sixtinische Kapelle haben die Kardinäle einen neuen Papst bestimmt. Die Wahl folgte festen Ritualen - und unterlag strengster Geheimhaltung. Bis zum Aufsteigen des weißen Rauches war den Kardinälen jeder Kontakt zur Außenwelt verboten. Jörg Seisselberg berichtet.
"Auch Jesus ist nicht vom Kreuz gestiegen" - mit diesen Worten hatte der Papst einen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen stets abgelehnt. Auch in den letzten Wochen verbarg der Pontifex sein Leid nicht vor der Öffentlichkeit. Jörg Seisselberg schaut zurück auf das bewegte Leben von Johannes Paul II.
Es dauerte eine gute Stunde vom weißen Rauch bis zu dem Moment, als sich Papst Benedikt XVI. zum ersten Mal zeigte. Denen, die den Moment auf dem Petersplatz oder auch am Fernseher miterleben konnten, dürfte er lange im Gedächtnis bleiben. tagesschau.de hat die entscheidende Stunde noch einmal dokumentiert.
Auf allen deutschen Tageszeitungen prangen heute die ausgebreiteten Arme des neuen Papstes Benedikt XVI. Auf allen? Nicht ganz. Die linksgerichtete "taz" erschien mit schwarzem Cover und der schlichten Aussage: "Oh mein Gott".
Der Vatikan ist nicht nur der kleinste Staat der Welt. Er zeichnet sich auch durch eines der undurchsichtigsten Finanzsysteme aus. Goldreserven, Immobilien, Schatzbriefe und Aktien gehören zu seinem Vermögen. Wie hoch es jedoch ist, weiß außerhalb der Vatikanmauern keiner.
Die Union will über die EU-Erweiterung nachverhandeln. Die Befürchtung: Mit der Unterzeichnung der Beitrittsverträge für Rumänien und Bulgarien könnten Billiglöhne in Deutschland begünstigt werden. Möglich wäre ein solches Szenario aber allenfalls im Dienstleistungsbereich. Christopher Plass erklärt die Hintergründe.
Die Misshandlungen im Bagdader Gefängnis Abu Ghraib sind keine Ausnahme. Immer wieder konnte der Journalist Christoph Maria Fröhder Übergriffe gegen Häftlinge beobachten. Im Gespräch mit tagesschau.de meint Fröhder: Abu Ghraib ist ein zweites Guantanamo. mehr
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