Die geplante Offensive der USA gegen den Irak stellt vor allem die arabischen Staaten vor große Probleme. Einerseits sind sie Teil der "Anti-Terror-Koalition", andererseits stehen ihnen islamische Hardliner gegenüber, auf deren Haltung sie Rücksicht nehmen müssen. Israel kündigte indes an, im Falle einer US-Offensive keine Zurückhaltung zu üben.
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Der scheidende bayerische Ministerpräsident Stoiber wird künftig für die EU arbeiten. Nach ARD-Informationen soll er dort zunächst drei Jahre lang eine Expertengruppe für den Bürokratieabbau leiten. Bayerns Opposition bezweifelt, dass Stoiber dafür der richtige ist. Die EU mache den "Bock zum Gärtner".
Die meisten gut ausgebildeten Arbeitskräfte aus Drittländern gehen in die USA. Diesen Trend will EU-Innenkommissar Frattini umkehren. Sein Plan: Die "Blue Card" soll die Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte erleichtern.
85 Prozent der Menschen, die in die EU einwandern, sind schlecht qualifiziert. Dagegen zieht es 55 Prozent aller gut ausgebildeten Migranten in die USA, aber nur fünf Prozent nach Europa. Um diesen Trend umzukehren, schlägt Innenkommissar Frattini eine "blue card" nach US-Vorbild vor.
Der Deutschen Post droht erneut eine millionenschwere Rückzahlung. Die EU-Kommission eröffnete ein Prüfverfahren gegen die Bundesrepublik, weil der Bonner Konzern möglicherweise zuviel Beihilfen vom Staat bekam. 2002 musste die Deutsche Post bereits 572 Millionen Euro unerlaubter Beihilfen zurückzahlen.
Die RAG Beteiligungs-AG heißt künftig Evonik Industries. Mit dem neuen Namen soll das Unternehmen im ersten Halbjahr 2008 an die Börse gehen, so der Vorstandschef Müller. Es fasst die Chemie-, Energie- und Immobilienaktivitäten des Konzerns zusammen. Die Namen der Konzerntöchter Degussa, Steag und RAG Immobilien entfallen damit.
Angesichts der Rückrufaktionen von Spielzeug aus China hat Wirtschaftsminister Glos einen TÜV für Spielwaren gefordert, die in die EU importiert werden. Die Kontrollinstanz müsse mit weitreichenden Kompetenzen ausgestattet werden, forderte er in einem Brief an EU-Kommissar Verheugen. mehr
Der frühere luxemburgische Ministerpräsident und Präsident der EU-Kommission in Brüssel, Gaston Thorn, ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Das teilte ein Sprecher der luxemburgischen Regierung mit. EU-Kommissionspräsident Barroso würdigte den Verstorbenen als "großen Europäer".
Die angeschlagene Landesbank Sachsen LB soll noch heute an die Landesbank Baden-Württemberg verkauft werden. Das kündigte Sachsens Ministerpräsident Milbradt an. Der Preis liege bei "mindestens 300 Millionen Euro".
Die Turbulenzen an den Finanzmärkten könnten nach Einschätzung der EU-Kommission das Ende des Aufschwungs in Europa besiegeln. Die Konjunktur habe ihren Höhepunkt wahrscheinlich bereits hinter sich, sagte EU-Wirtschaftskommissar Almunia bei der Präsentation der aktualisierten Wachstumsprognose.
Der Irak ist nach Ansicht von US-Oberbefehlshaber Petraeus sicherer geworden. Doch ob diese Sicherheit von Dauer ist, ist fraglich. Ein begleitender politischer Prozess ist nicht erkennbar, bemängelt Irak-Experte Herz im Interview mit tagesschau.de. Er befürchtet eine Vielzahl von Bürgerkriegen im Irak.
Die EU will die Autohersteller notfalls mit Strafmaßnahmen zur Einhaltung der geplanten niedrigeren Kohlendioxid-Grenzwerte zwingen. Besonders schwierig sind die Grenzwerte für deutsche Autobauer, die große und schwere Wagen herstellen, und damit noch weit über den geplanten Grenzwerten liegen.
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Deutschland steht im Visier des islamistischen Terrorismus. Die Sicherheitsbehörden seien zwar gut aufgestellt, doch gegen fanatische Einzeltäter sei schwer vorzugehen, meint Kai Hirschmann vom Institut für Terrorismusforschung im Gespräch mit tagesschau.de.
Die EU erwägt nach der Serie von Rückrufaktionen von möglicherweise gefährlichem Spielzeug Gegenmaßnahmen. Unter anderem werde zurzeit beraten, ob die Hersteller künftig alle Prototypen von Spielsachen etwa vom Tüv prüfen lassen müssten, sagte Industriekommissar Verheugen.
Aus Sicherheitsgründen dürfen Fluggäste seit 2006 Flüssigkeiten nur noch in kleinen Mengen im Handgepäck mitnehmen. Seither werden in Deutschland täglich Waren im Wert von einer Million Euro beschlagnahmt: Parfum, Alkohol, Saft. Das EU-Parlament sprach sich nun für eine Rücknahme der Regelung aus.
Bei Recherchen für eine NDR-Dokumentation haben die Autoren Tondokumente aus den Prozessen gegen führende RAF-Mitglieder entdeckt. Zu hören sind etwa die letzte Aussage von Ulrike Meinhof vor ihrem Selbstmord oder ein Statement Andreas Baaders, der sich über die Ladung Nixons als Zeugen auslässt.
In Griechenland hat die Feuerwehr inzwischen alle Brände weitgehend unter Kontrolle gebracht. Das bedeute aber nicht, das die Gefahr landesweit vorüber sei, sagte ein Sprecher der Einsatzkräfte. EU-Kommissarin Hübner machte sich bei einem Hubschrauberflug ein Bild von der Lage.
In Tel Aviv treffen sich junge Menschen jedes Wochenende in den Discos. Sehen und gesehen werden. Man flaniert, bandelt an. In Jerusalem indes rüsten fromme Juden zum Sabat. Straßen werden geschlossen, damit kein Autoverkehr die Ruhe stört. mehr
Neben der Teilung Jerusalems ist der Verzicht auf das Rückkehrrecht für Palästinenserflüchtlinge nach Israel eine Schlüsselfrage für den Nahost-Frieden. mehr
Abgeschirrmt von der Öffentlichkeit dreht der transsexuelle Popstar Dana International seinen neuen Videoclip in Jerusalem. Uralte Tradition bestimmt dagegen eine Hochzeitsfeier bei den Chasiden.
In Tel Aviv fürchten die Jugendlichen, nicht in das "Allenby 58" hereingelassen zu werden. Der In-Club verspricht eine andere Wirklichkeit. In Jerusalem streben fromme Moslems durch Gebete danach, Raum und Zeit zu überwinden.
Die chasidische Hochzeit in Meir Scherim erreicht ihren Höhepunkt. Der moslemische Scheich scheint entrückt. Und im Allenby 58 haben die Jungen ihren stärksten Augenblick der Woche.
Im Ramadan, im Fastenmonat der Muslime, zieht um vier Uhr morgens der Weckrufer durch die Straßen Alt-Jerusalems. Um die gleiche Zeit zieht eine Wagenkolonne Jugendlicher aus Tel Aviv nach Jerusalem - zur After-Party.
Kein europäisches Staatsoberhaupt hat so viel Macht wie der französische Präsident. Er kann den Premierminister entlassen, ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte und kontrolliert damit auch die Atomstreitmacht. Der Präsident wird direkt gewählt, für eine Amtszeit von fünf Jahren. mehr
Die Nato steht vor dem größten Umbruch seit ihrer Gründung vor 53 Jahren. Über die neue Rolle des transatlantischen Bündnisses sowie das Kräfteverhältnis zwischen Europäern und den USA sprach tagesschau.de sprach mit General a. D. Klaus Naumann, dem ehemaligen Vorsitzenden des Nato-Militärausschusses.
Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 haben die USA die Terror-Bekämpfung zu einem wichtigen Gradmesser in den internationalen Beziehungen erklärt. Welche Auswirkungen hat diese neuen Prioritätensetzung?
Nach den Anschlägen haben Politiker vor einem "Kampf der Kulturen" gewarnt. Dennoch nahmen die Übergriffe auf Muslime zu. Ursache dafür ist unter anderem ein undifferenziertes Islam-Bild, das nach dem 11. September auch von Teilen der Medien und Politik vermittelt wurde.
Terrorgruppen gibt es nicht nur im Nahen und Mittleren Osten, sondern sie agieren weltweit. Doch Momentan richtet sich das Interesses auf radikal-islamische Gruppen. Sie verbindet der Kampf gegen Israel und der Anti-Amerikanismus - allerdings in unterschiedlich starkem Maße. Ein Überblick.
Der mögliche Angriff der USA auf den Irak belastet auch den Nahost-Friedensprozess. In Israel ist man sich sicher, in diesem Fall von einem irakischen Angriff nicht verschont zu bleiben und rüstet zum Krieg. Eine israelische Beteiligung an der Offensive aber ließe den Nahost-Konflikt völlig eskalieren. Ein Bericht von ARD-Korrespondent Dieter Sinnhuber.
Die harte Haltung der USA in der Irak-Frage stellt vor allem die westlich orientierten arabischen Staaten vor große Probleme. Einerseits sind sie Teil der "Anti-Terror-Allianz". Andererseit sehen sie sich im Inneren einem wachsenden Druck ausgesetzt, denn die Drohgebärden der USA stärken den Anti-Amerikanismus und die islamistische Opposition.
Russland hat sich nach den Anschlägen vom 11. September an die Seite der USA gestellt. Eine Entscheidung auf Dauer? Denn Präsident Putin pflegt noch immer Kontakte zu Staaten, die Bush als "Achse des Bösen" bezeichnete.
Die Nachricht, dass drei der Attentäter in Hamburg ein Doppelleben führten, löste in der Politik hektische Aktivität aus. Eilig wurden umfangreiche Sicherheitspakete verabschiedet. Kritiker sehen darin eine nicht vertretbare Lockerung des Datenschutzes und Kriminalisierung von Ausländern.
Nach dem 11. September sagte auch die Europäische Union ihre "uneingeschränkte Solidarität" zu. Bis auf Großbritannien üben die europäischen Partner die Haltung der USA in der Irak-Frage. Kompetenzwirrwarr und das Stiefkind Verteidigungspolitik aber verhindern eine gemeinsame Line der EU.
Nach dem Sturz der Taliban in Afghanistan ist der Irak als Unterstützer des Terrorismus ins Visier der USA geraten. Allen Warnungen zum Trotz scheinen die USA zu einem Präventivschlag gegen das Regime in Bagdad entschlossen. Unklar bleibt aber, wie eine Militäraktion aussehen soll, wer sie unterstützt und wer nach Saddam Hussein das Land führen könnte.
In der ganzen Welt wurde den Opfern von New York, Washington und Pennsylvania gedacht.
Die arabischen Länder und der überwiegende Teil der EU-Staaten wollen sich an einem Militärschlag gegen den Irak nicht beteiligen. Kritische Stimmen - auch aus dem eigenen Land - hinterfragen die US-amerikanische Politik. Die USA suchen nach Gründen: Das Außenministerium veranstaltete Anfang September eine Konferenz zum Thema Anti-Amerikanismus. Der Versuch einer Begriffsklärung.
Die linksgerichtete PFLP gehört zu den ältesten Palästinenser-Organisationen. Sie ist Mitglied der PLO, sitzt im palästinensischen Nationalrat und engagiert sich sozial. Zugleich verübte sie jedoch immer wieder Bombenanschläge und gilt als verantwortlich für den Mord an dem israelischen Minister Seewi.
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