
Brandenburg Berlin Fachkräftemangel: Bahnverbindung von Berlin nach Stettin wird erst 2027 fertig
Die Bahnverbindung zwischen Berlin und der polnischen Stadt Stettin verzögert sich um ein weiteres Jahr, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Demnach ist die Inbetriebnahme des Streckenabschnitts zwischen Angermünde und der deutsch-polnischen Grenze nun erst für Ende 2027 geplant. Ein wesentlicher Grund für die Verschiebung sei der Fachkräftemangel in der Bauindustrie. Zudem dauerten Gutachten für den Naturschutz länger als gedacht.
Ursprünglich war das Projekt für Ende 2025 geplant. Doch bereits vor zwei Jahren wurde bekannt, dass dieser Termin nicht eingehalten werden kann. Als Gründe nannte die Deutsche Bahn damals fehlendes Personal bei Planungs- und Ausführungsfirmen und ein ausstehendes Gutachten. Zuletzt war die Fertigstellung für Ende 2026 vorgesehen.
Neue Oberleitungen und Modernisierung der Bahnanlagen
Derzeit kann die 49 Kilometer lange Strecke mit maximal 120 km/h befahren werden. Der Abschnitt zwischen Passow und der Bundesgrenze ist eingleisig und nicht elektrifiziert. Nach Angaben der Deutschen Bahn soll die gesamte Strecke nach Abschluss der Arbeiten mit maximal 160 km/h befahrbar und vollständig elektrifiziert sein.
Der Ausbau der Bahnstrecke ist in zwei Abschnitte unterteilt. Der erste Abschnitt umfasst den rund 19 Kilometer Bereich zwischen Angermünde nach Passow. Hier sollen unter anderem vorhandene Bahnlangen für höhere Geschwindigkeiten erneuert und die Station Passow modernisiert werden. Auch ein Ersatzneubau der bereits vorhandenen Oberleitung ist nach Angaben der Deutschen Bahn vorgesehen.
Im zweiten, 30 Kilometer langen Abschnitt zwischen Passow und der deutsch-polnischen Grenze sind der Neubau eines zweiten Gleises sowie die Errichtung einer Oberleitung geplant. Zudem sollen die vorhandenen Bahnanlagen erneuert und die vier Stationen in Schönow, Casekow, Petershagen und Tantow modernisiert werden.
Sendung: rbb24 Inforradio, 02.04.2025, 12:00 Uhr