Archivbild:Ein leerstehendes Gebäude am Weg zur etwa neun Hektar großen Binnendüne im Wildnisgebiet der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg im Wandergebiet Wurzelberg am 17.05.2020. (Quelle: picture alliance/dpa-Zentralbild/Soeren Stache)

Brandenburg Alte Truppenübungsplätze in Brandenburg besser gegen Waldbrände geschützt

Stand: 01.04.2025 12:16 Uhr

Alte Truppenübungsplätze in Brandenburg sind vor der Waldbrandsaison besser auf mögliche Feuer vorbereitet worden. So sei Totholz an den öffentlichen Straßen entfernt worden, sagte eine Sprecherin der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg am Dienstag. Außerdem seien alte Kampfmitteln auf einigen Flächen geräumt und die Waldbrandschutzsysteme verbessert worden.
 
Die Schutzsysteme zur Vorbeugung und zur besseren Bekämpfung von Bränden umfassen demnach befahrbare Brandschutzwege, Löschbrunnen und Schutzschneisen mit Sandstreifen, an denen Brände auslaufen können. Allein in diesem Jahr habe die Stiftung auf den ehemaligen Truppenübungsplätzen Jüterbog, Heidehof, Lieberose und Tangersdorf insgesamt rund 54 Schneisen und Streifen instand gesetzt, erklärte die Stiftungssprecherin. Es gehe darum, proaktiv Maßnahmen zu ergreifen, um die Gebiete bestmöglich zu schützen.

Station für Drohne zur Waldbrand-Früherkennung, aufgenommen im März 2025 (Quelle: rbb)
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Großbrand im vergangenen Jahr

Im vergangenen Jahr kam es zu einem Großbrand auf 172 Hektar Fläche auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Jüterbog. Auch die Bundespolizei und die Bundeswehr unterstützten den Kampf gegen die Flammen mit Hubschraubern.
 
Im Nachgang wurde ein Teil des Gebietes sich selbst überlassen, ein anderer Teil wurde aktiv aufgeforstet. Eine Forschungsgruppe begleitete das Projekt, um Erkenntnisse für zukünftige Großbrände zu gewinnen.