
Bildung Junge Frauen sind oft gebildeter als Männer
Eine neue Studie des Statistischen Bundesamtes zeigt: Junge Frauen schneiden bei Schul- und Hochschulabschlüssen im Schnitt besser ab als junge Männer. Auffällig sind auch die Ergebnisse mit Blick auf nicht bestandene Prüfungen.
Junge Frauen in Deutschland schneiden bei schulischer und beruflicher Bildung oft besser ab als junge Männer. Im Abgangsjahr 2023 waren von den 259.200 Personen mit Allgemeiner Hochschulreife an allgemeinbildenden Schulen 55 Prozent Frauen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.
Bei den Hochschulabschlüssen sind Frauen inzwischen ebenfalls in der Mehrheit. 53 Prozent der insgesamt 501.900 einschlägigen Abschlüsse im Prüfungsjahr 2023 entfielen auf Frauen. Nur bei den Promotionen sind Männer mit 54 Prozent noch führend.
Männer sind beim Abschluss älter
Besonders auffällig: Männer fallen deutlich häufiger durch ihr Studium. 66 Prozent der endgültig nicht bestandenen Prüfungen wurden 2023 von männlichen Studenten abgelegt. Männer sind auch durchschnittlich etwas älter beim Abschluss ihres Erststudiums, nämlich 23,9 Jahre. Frauen sind im Schnitt 23,4 Jahre alt, wenn sie ihr erstes Studium beenden.
Auch bei den Klassen-Wiederholungen an Schulen sind Jungen und junge Männer häufiger betroffen. Im Schuljahr 2023/2024 wiederholten 147.100 Schülerinnen und Schüler eine Klassenstufe, 56 Prozent waren männlich.