Sechs Männer bei einem Spatenstich

Thüringen Spatenstich für neuen Solarpark in Posterstein

Stand: 12.03.2025 02:35 Uhr

In Posterstein im Altenburger Land entsteht einer der größten Solarparks in Thüringen. Er soll noch in diesem Jahr ans Netz gehen und Strom für Tausende Haushalte produzieren. Die Gemeinde nimmt dadurch deutlich mehr Geld ein als bisher.

Von MDR THÜRINGEN

Für einen der größten Solarparks in Thüringen ist am Dienstag in Posterstein (Altenburger Land) der Spatenstich gesetzt worden. Es ist ein Projekt des Photovoltaik-Unternehmens Greenovative aus Nürnberg.

Solarpark an der A4 soll noch in diesem Jahr ans Netz gehen

Wie Geschäftsführer Markus Buortesch mitteilte, pachtet das Unternehmen für die nächsten 30 Jahre die rund 45 Hektar entlang der A4. Die Fläche gehört der Agrargenossenschaft Thonhausen. Ursprünglich kümmere sich die Genossenschaft um Landwirtschaft, wolle jetzt aber auch in Energieerzeugung investieren, so Buortesch. Gemeinsam haben sie dafür eine Projektgesellschaft gegründet. Laut Buortesch war das ein wichtiger Schritt, damit die Anwohnerinnen und Anwohner das Projekt akzeptieren. Vor drei Jahren hatte der Gemeinderat dem Solarpark zugestimmt.

Sechs Männer bei einem Spatenstich

Der Solarpark entsteht auf einer rund 45 Hektar großen Fläche an der Autobahn 4.

Ingesamt sollen 80.000 Module aufgestellt werden. Der erzeugte Strom werde dann in das öffentliche Netz fließen. Nach Angaben der Greenovative GmbH können dann 14.000 Vier-Personen-Haushalte mit Strom versorgt werden. Der Bau soll im September abgeschlossen sein. Auch der Netzanschluss sei noch in diesem Jahr geplant, heißt es weiter. Entlang des künftigen Solarparks wurde bereits eine Wildhecke gepflanzt. Unter den Solarmodulen werden heimische Wildblumen gesät. Damit solle die Artenvielfalt im Solarpark gefördert werden, so Buortesch.

Bürgermeister: Solarpark bringt Posterstein jährlich 100.000 Euro

Für die Gemeinde Posterstein bringe der neue Solarpark Vorteile, sagte Bürgermeister Stefan Jakubek (parteilos). Pro erzeugter Kilowattstunde fließen demnach 0,2 Cent in die Gemeindekasse. Pro Jahr seien das rund 100.000 Euro, die etwa dazu beitragen, die Eigenständigkeit der Gemeinde zu erhalten. Hinzu kämen die Einnahmen aus der Gewerbesteuer, so Jakubek. Außerdem sollen die Einwohner einen Strombonus auf erneuerbare Energien erhalten.

Blick auf eine Burg und umliegende Häuser aus der Vogelperspektive

Die Gemeinde Posterstein profitiert künftig vom Solarpark.

Nach Angaben von Buortesch kann der Solarpark auch als Geldanlage genutzt werden. Zwar hätten die Postersteiner Vorrang, aber jeder könne sein Geld investieren. Pro Jahr gebe es fünf Prozent Zinsen, die spätestens nach zehn Jahren ausgezahlt würden, hieß es.

MDR (mw)