
Thüringen Stausee abgelassen: Nach Protest scheint Kompromiss möglich
Vor einer Woche wurde der Stausee in Roth im Kreis Hildburghausen abgelassen. Das erzürnte Anwohner, Angelverein und Naturschützer. Nun scheint ein Kompromiss mit der Fernwasserversorgung möglich.
Im Streit um den Stausee in Roth im Landkreis Hildburghausen gibt es möglicherweise einen Kompromiss. Wie Römhilds Bürgermeister Heiko Bartholomäus (CDU) MDR THÜRINGEN sagte, wurde ein Gespräch mit der Thüringer Fernwasserversorgung vereinbart. Auch Umweltminister Tilo Kummer (BSW) habe sich eingeschaltet.

Vor wenigen Tagen wurde gegen das Ablassen des Stausees in Roth protestiert - jetzt zeichnet sich ein Kompromiss ab.
Damm soll erst einmal bleiben
Vorerst soll der Damm des Stausees unversehrt bleiben. Geplant war, dort Wasserablässe einzubauen, um den deutlich niedrigeren Wasserstand langfristig zu halten. Bürgermeister Bartholomäus hofft, dass sich die Verantwortlichen darauf einigen können, das Wasser nicht ganz so stark abzusenken wie zunächst vorgesehen.

Der alte Stausee ist größtenteils abgelassen worden.
Fernwasserversorgung argumentiert mit Hochwasserschutz
Der Stausee Roth war in der vergangenen Woche von der Thüringer Fernwasserversorgung zum größten Teil abgelassen worden. Für den Hochwasserschutz müsse der Wasserstand dauerhaft um 2,80 Meter gesenkt werden, hieß es.
Der Naturschutzbund erstattete daraufhin Anzeige. Geschützte Tierarten wie Biber, Kammmolch oder Feuersalamander seien gefährdet. Kritik kam auch vom Angelverein Römhild und von Anwohnern. An einer Protestwanderung zum See hatten sich am Sonntag rund 500 Menschen beteiligt. Eine Online-Petition für den Erhalt des Stausees in seiner ursprünglichen Form unterschrieben inzwischen mehr als 2.600 Unterstützer.
MDR (bee/dst)