
Sachsen Trauer im Leipziger Pongoland: Gorilla Kibara ist tot
Bestürzung im Leipziger Zoo. Erneut ist im Pongoland ein Gorilla gestorben. Die Ursache ist noch unklar. Der Zoo-Tierarzt tauscht sich jetzt mit anderen Zoos aus.
Im Zoo Leipzig ist erneut ein Gorilla gestorben. Wie Zoodirektor Jörg Junholdt mitteilte, ist die 21 Jahre alte Kibara am Donnerstag verstorben. Nach dem Tod von Gorilla Kio in der vergangenen Woche hatte demnach auch Kibara begonnen, Krankheitssymptome wie Abgeschlagenheit und Appetitlosigkeit zu zeigen. Sie sei sofort tierärztlich behandelt worden. Doch wie bereits bei Kio habe die Therapie nicht angeschlagen. "Aus der heutigen Vollnarkose zur intensiven medizinischen Behandlung ist sie nicht mehr aufgewacht", teilte der Zoo mit.

Mit 21 Jahren ist Gorilla Kibara gestorben - hier im Bild zusammen mit Baby Kianga.
Zoodirektor: "Wir sind bestürzt und traurig"
"Wir sind bestürzt und sehr traurig über den doppelten Verlust in der Gorillagruppe. Mit solch einem Geschehen sind wir in den letzten 25 Jahren seit dem Bestehen von Pongoland noch nicht konfrontiert worden", sagte Zoodirektor Jörg Junhold. Man unternehme alles, um die medizinischen Ursachen der Todesfälle zu klären und die übrige Gruppe zu schützen.
Tierarzt tauscht sich mit anderen Experten aus
"Wir sind mit den veterinärmedizinischen Spezialisten des Europäischen Zooverbandes EAZA in Kontakt ebenso wie mit Experten aus anderen Zoos mit großer Erfahrung in der Gorillahaltung", sagte Zootierarzt Andreas Bernhard. Die Gorilla-Gruppe sei aufgrund der Verluste niedergeschlagen und angespannt.
MDR (sth)