Polizeibeamte stehen in einer Tür. Sie sind vermummt.

Sachsen Razzia bei mutmaßlichen Schleusern in Leipzig

Stand: 02.04.2025 09:55 Uhr

In Leipzig hat es eine Razzia bei mutmaßlichen Schleusern gegeben. Sie sollen mehrere Dutzend Geflüchtete in die Europäische Union geschleust haben.

Von MDR SACHSEN

Zwei Wohnungen in Leipzig sind Ziel einer Razzia der Bundespolizei gewesen. Wie Bundespolizeisprecher Jens Damrau auf Anfrage von MDR SACHSEN mitteilte, richten sich die Ermittlungen gegen zwei Männer im Alter von 29 und 32 Jahren syrischer Herkunft.

Sie stehen demnach unter Verdacht, 36 syrische Staatsangehörige im Dezember 2023 in die Europäische Union geschleust zu haben. Dabei sollen die Geschleusten mit Mietfahrzeugen über Kroatien nach Slowenien gebracht worden sein.

Beweismittel werden sichergestellt

In den Wohnungen im Leipziger Zentrum und in Leipzig-Grünau haben die Beamten Beweismittel für ein Verfahren, beispielsweise Computer, Datenträger sowie 3.000 Euro, sichergestellt, teilte die Bundespolizei mit. 40 Bundespolizisten seien im Einsatz gewesen.

Bundespolizeisprecher in Leipzig Jens Damrau zufolge bleiben die beiden Tatverdächtigen vorerst auf freiem Fuß. Je nachdem, was die Ermittlungen ergeben, werde Haftbefehl erlassen.

MDR (phb/gri)/dpa