
Sachsen Nach Neonazi-Überfall in Connewitz: Neuauflage des Prozesses am Landgericht Leipzig
Der Neonazi-Überfall in Connewitz wird neu verhandelt: Ein Justiz-Angestellter wehrt sich gegen seine Strafe. Nach einem OLG-Urteil muss das Landgericht Leipzig den Fall erneut prüfen.
Am Landgericht Leipzig hat am Donnerstagvormittag eine erneute Verhandlung um den Neonazi-Überfall im Leipziger Stadtteil Connewitz vor neun Jahren begonnen. Im Mittelpunkt steht ein 39-jähriger Justiz-Angestellter, der bereits wegen Landfriedensbruchs verurteilt wurde, wie das Gericht mitteilte.

Im Jahr 2016 hatten Rechtsextreme den Leipziger Stadtteil Connewitz überfallen. Der Prozess gegen einen Beteiligten wird nun neu aufgerollt. (Archivbild)
Oberlandesgericht kippt Urteil
Das Amtsgericht Leipzig hatte den Mann zunächst zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Auf Berufung der Staatsanwaltschaft erhöhte das Landgericht die Strafe wegen schweren Landfriedensbruchs um zwei weitere Monate. Doch der Angeklagte legte Einspruch ein und erhielt vom Oberlandesgericht Recht. Nun wird der Fall erneut am Landgericht Leipzig verhandelt.
Überfall vor neun Jahren
Der Überfall auf Connewitz, bei dem im Jahr 2016 eine Gruppe von Neonazis randalierte und massive Schäden verursachte, sorgte bundesweit für Aufsehen. Die Gruppe hatte 19 Autos zerstört und mehr als 20 Geschäfte demoliert. Der Sachschaden betrug rund 113.000 Euro.
MDR (ben/buf)