
Sachsen Millionenförderung für Sanierung des Kornhauses in Meißen
Viele Jahre lang lag das Kornhaus auf dem Meißner Burgberg im Dornröschenschaf. Doch seit es die Otto- und Emma-Horn-Stiftung erworben hat, geht es mit der Sanierung voran. Jetzt gibt es weiteres Fördergeld.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt die Sanierung des Kornhauses in Meißen mit 1,3 Millionen Euro. Ein entsprechender Fördervertrag wurde am Mittwoch der Otto- und Emma-Horn-Stiftung übergeben. Der Stiftung gehört das Kornhaus seit 2023. Mit dem Geld sollen die Fasade und die historischen Fenster restauriert werden. Bereits seit September 2024 wird das Dach des Renaissancegebäudes saniert. Diese Arbeiten sollen laut Horn-Stiftung Mitte dieses Jahres abgeschlossen sein.

In diesem Jahr soll die Dachsanierung des Kornhauses abgeschlossen werden.
AfD wollte Tagungszentrum errichten
Das Kornhaus ist eines von mehr als 870 Objekten, die die private DSD durch Spenden, Erträge ihrer Stiftungen und Mittel der Lotterie Glücksspirale allein in Sachsen fördern konnte, teilte die Stiftung mit. Zuletzt war das Kornhaus 2022 in die Schlagzeilen geraten. Damals drohte eine Zwangsversteigerung, sie konnte aber abgewendet werden. Deutschlandweit sorgte das Denkmal für Schlagzeilen, weil es die rechtsextreme AfD erwerben und zu einem Tagungszentrum ausbauen wollte.
Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Gebäude noch im Besitz einer österreichisch-italienischen Investorengruppe. Bis 2008 hatte es der Stadt Meißen gehört. Ursprünglich wollten die Investoren das Kornhaus zu einem Luxushotel umbauen. Allerdings verfiel das Gebäude aus dem späten 15. Jahrhundert immer mehr.
MDR (sth/msk)/dpa