Das Q-Park Parkhaus an der Congresshalle in Saarbrücken

Saarland Saarbrücken will Pachtvertrag mit Q-Park vorzeitig aufheben

Stand: 03.04.2025 13:04 Uhr

Saarbrücken will seinen Generalpachtvertrag mit Q-Park noch in diesem Jahr aufheben. Damit könnten mehrere Tausend Parkflächen im Innenstadtbereich wieder an die Stadt zurückfallen. Ursprünglich sollten die Verträge noch mehr als 20 Jahre laufen. Günstiger wird das Parken in Saarbrücken aber wohl nicht.

Seit 1999 gehören die meisten Parkhäuser und großen Parkflächen in der Saarbrücker Innenstadt dem niederländischen Unternehmen Q-Park. Diese Regelung, die seither immer wieder für Kritik sorgte, könnte bald Geschichte ein.

Der Saarbrücker Stadtrat hat am Dienstag im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung einer vorzeitigen Aufhebung des Vertrags zugestimmt. Die Stadt bestätigte dem SR einen entsprechenden Bericht der Saarbrücker Zeitung.

Demnach erfolge die Trennung einvernehmlich. Als Termin steht der 30. Juni 2025 im Raum. Ursprünglich sollte der Pachtvertrag noch bis 2048 laufen.

Q-Park wird mehrere Parkhäuser weiterbetreiben

Q-Park wird sich damit nicht komplett aus Saarbrücken zurückziehen – einige Parkhäuser, wie etwa in der Talstraße, der Lampertshof in der Innenstadt oder am Staatstheater gehören laut der Saarbrücker Zeitung dem Unternehmen Q-Park und werden auch weiterhin von Q-Park betrieben werden.

Bestandteil des Pachtvertrags sind noch sieben Parkflächen, unter anderem an der Congresshalle, am Rathaus, am Hauptbahnhof, am Beethovenplatz und an der Westspange - die sollen nun teilweise von dem städtischen Unternehmen KBS übernommen werden.

Pachtvertrag könnte schon bald aufgehoben werden

Zwei Sonderfälle sind der Beethovenplatz und der Parkplatz an der Westspange. Der Pachtvertrag am Beethovenplatz soll nicht bereits in diesem Jahr, sondern erst 2028 auslaufen. Und das Parkhaus unter der Westspange will Q-Park der Stadt abkaufen. Das Parkhaus an der Congresshalle soll unterdessen direkt weiterverkauft werden an die Congress-Centrum Saar GmbH (CSS) – eine Tochtergesellschaft von Stadt und Land.

Günstiger werden die Parkgebühren aber wohl nicht, wie Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) auf SR-Anfrage sagte. Sonst müsste die Stadt drauflegen. Sie erhält aber wieder mehr freie Hand bei der Parkraumplanung, auch da gab es Einschränkungen durch den Pachtvertrag, und zum Beispiel auch bei Fragen zur Sauberkeit.

Über dieses Thema berichteten die SR info-Nachrichten im Radio am 03.04.2025.

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