Heidi Reichinnek (Die Linke)

Saarland Linken-Star Reichinnek lockt viele Junge nach Saarbrücken

Stand: 02.04.2025 12:00 Uhr

Die Chefin der Linksfraktion im Bundestag, Heidi Reichinnek, hat ihren Besuch im Saarland nachgeholt. Der musste im Wahlkampf wegen einer umkämpften Migrationsdebatte im Bundestag verschoben werden. Vor allem junge Menschen wollten die Hoffnungsträgerin der Linken sehen.

Christian Leistenschneider

Angekündigt war sie in der heißen Phase des Wahlkampfs. Doch weil an dem Tag Friedrich Merz einen Gesetzentwurf der CDU zur Migration im Bundestag zur Abstimmung stellte und dabei eine Mehrheit durch Stimmen der AfD in Kauf nahm, konnte Heidi Reichinnek nicht persönlich beim Neujahrsempfang der Saar-Linken in Saarbrücken erscheinen.

Diesen Besuch holte die Fraktionschefin der Linken im Bundestag am Dienstag nach. Es war ihr erster Auftritt außerhalb Berlins nach dem Wahlerfolg der Linken. Nach Angaben der Partei waren gut 600, zum großen Teil junge Menschen, gekommen, um die neue Hoffnungsträgerin der Linken zu sehen und zu bejubeln.

Bei ihrem Auftritt in Saarbrücken machte Reichinnek aber deutlich, dass sie keinen Personenkult um sich haben wolle. Vielmehr gehe es darum, gemeinsam für ein breites linkes Themenspektrum zu kämpfen. Dabei stünden Eigentums- und Verteilungsfragen sowie die Rechte aller Menschen im Mittelpunkt.

Spaniol spricht von Verjüngungsprozess

Die Landesvorsitzende Barbara Spaniol sprach von einem Comeback der Linken. Auch in der Saar-Partei gebe es eine Eintrittswelle und einen Verjüngungsprozess. Ziel sei es, wieder den Einzug in den Landtag zu schaffen. Dort wolle man, ebenso wie die Linksfraktion im Bundestag, die Regierung stärker unter Druck setzen, etwa durch Anfragen.

Mit Reichinnek als Spitzenkandidatin hatte es die Linke wieder deutlich über die Fünf-Prozent-Hürde des Bundestags geschafft. Dabei hatte sie sich nicht zuletzt durch eine klare Haltung gegen die AfD profiliert.

In der Gruppe der Jungwähler (18-24 Jahre) hatte die Linke bei der Bundestagswahl am besten abgeschnitten (25 Prozent). Auf Rang zwei folgte die AfD (21 Prozent).

Über dieses Thema haben auch die SR info-Nachrichten im Radio am 02.04.2025 berichtet.

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