Ralf Beil, der Generaldirektor der Völklinger Hütte und das historische Emaille-Schild

Saarland Historisches Schild aus Völklinger Hütte wieder da

Stand: 03.04.2025 13:29 Uhr

Das historische Schild, das im November vergangenen Jahres aus der Völklinger Hütte gestohlen wurde, ist wieder aufgetaucht. Unbekannte hatten es in der Reginakapelle in Völklingen-Fürstenhausen abgelegt.

Lisa Krauser

Es ist bei Besuchern der Völklinger Hütte besonders beliebt. Das Schild mit der Aufschrift: "VORSICHT: Beim Reinigen der Kleider am Körper mit Preßluft besteht Lebensgefahr durch Darmverletzung".

Völklinger Hütte erhält "Bekennerschreiben"

Im November war das Schild verschwunden, die Völklinger Hütte erstattete Anzeige gegen Unbekannt. Vor gut zwei Wochen, am 19. März, erhielt Generaldirektor Ralf Beil dann ein Bekennerschreiben, getippt auf einer alten Schreibmaschine.

Darin heißt es unter anderem: "Das verschwundene Schild wurde im Januar in der Reginakapelle abgelegt. Dies geschah im Gedenken der zahlreichen Zwangsarbeiter. Ein Akt der Menschlichkeit".

Und tatsächlich: Ein Völklinger Ehepaar, das die Reginakapelle in Fürstenhausen ehrenamtlich pflegt, hatte das Schild bereits Ende Januar gefunden und aufbewahrt - nicht wissend, dass es ein zeitgeschichtliches Dokument ist.

Laut Generaldirektor Beil kein politisches Motiv

Die Freude bei Generaldirektor Beil über das zurückgekehrte Schild ist groß. Auch wenn im Bekennerschreiben auf ein dunkles Kapitel der Völklinger Hütte, die Ausbeutung von Zwangsarbeitern, aufmerksam gemacht wird, will Generaldirektor Beil kein politisches Motiv hinter dem Diebstahl erkennen.

Zum einen, da zwischen dem Diebstahl und dem Erhalt des Bekennerschreibens mehrere Monate vergangen seien, zum anderen weil die Völklinger Hütte viel tue, um das Thema Zwangsarbeit aufzuarbeiten.

Über dieses Thema hat auch die SR info-Rundschau im Radio am 03.04.2025 berichtet.

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